Yoga Inspirationen 

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März 2021

 

Älter werden mit Anmut: Wie die Yoga-Philosophie bei

diesem Prozess hilft

 

Wenn wir älter werden, verändert sich unser Körper und unsere Yoga-Praxis. Altern ist unvermeidlich: Jeder Tag, an dem wir älter werden, bringt Veränderungen in Körper, Geist, Energie und Fähigkeiten mit sich. Was sagt uns die Philosophie des Yoga über das Akzeptieren der Veränderungen, die mit diesem Prozess einhergehen?

 

Starke und stabile Posen

Je älter wir werden umso mehr bekommt die Kraft an Bedeutung für unseren Körper. Wähle Asanas wie Kriegerpositionen, Baum, Einbeinstand um Stabilität und Gleichgewicht zu schulen. Armkraft wie der Hund, Stütz. Alle Asanas können angepasst werden, also auch für Menschen mit Verletzung und Einschränkungen sind Asanas praktizierbar.

Unsere körperliche Praxis wird sich ändern, aber das Herz unserer Praxis kann weiterhin stärker werden.

 

Schau genau hin

Svadhyaya, die Selbstreflektion erinnert uns daran, dass es eine unserer höchsten Aufgaben ist, tief zu schauen. Wenn wir älter werden, können wir durch Selbststudium unsere Werte verfeinern, uns neu kennenlernen und unsere Bedürfnisse genau reflektieren. Sich selbst zu kennen, kann uns helfen, die Veränderungen zu akzeptieren, die das Altern mit sich bringt. In der Tat, wenn wir eine feste Beziehung zu uns selbst haben und beobachten, wie sich die Veränderungen langsam entfalten, können wir das Altern sogar leicht als einen anmutigen und natürlichen Teil unseres Lebensweges akzeptieren.

 

Sei zufrieden

Wenn im Leben etwas passiert – ein glückliches oder trauriges Ereignis, eine Veränderung -, müssen wir bestimmen, wie wir damit umgehen. Das Herzstück von Santosha, Zufriedenheit, ist dass wir Zufriedenheit durch Akzeptanz wählen können. Akzeptanz ist der Geist von Santosha – Akzeptanz für das, was ist, ohne Beschwerde oder Widerstand. Santosha erinnert uns auch daran, dass wir für das, was wir haben, dankbar sind. Aber weil Santosha die Zufriedenheit fördert, können wir diese Perspektive neu formulieren: Was ist gerade wunderbar? Welche Gaben kommen mit fortschreitenden Jahren? Welche Freuden können wir mit jedem Geburtstag feiern?

 

Lass los

Die klesas oder geistigen Hindernisse, die Leiden verursachen, erinnern uns daran, dass Festhalten uns nicht helfen wird. Asmita ist ein Klesa, das oft als „Ego“ interpretiert wird. Es ist Asmita, das uns dazu ermutigt, uns nur mit den äußeren Teilen von uns zu identifizieren. Die Teile, die unser wahres, tieferes Selbst verändern und die durch Alter oder Umstände unverändert bleiben. Das Gegenmittel gegen dieses Avidhya (unklares Denken) ist, sich daran zu erinnern, dass wir weit mehr sind als unser äußeres Selbst. Tatsächlich sind alle Klesas vom Verstand abgeleitet. Sie sind wie Brillenträger, die unsere Sicht auf die Welt falsch einfärben. Durch Selbststudium und Meditation lernen wir, die Wahrheit zu erkennen: Wir bleiben selbst. Auch wenn wir älter werden und unser physischer Körper sich verändert.

 

Shavasana

Am Ende jeder Yogapraxis verbringen wir einige Minuten in Shavasana, wo wir auf der Erde liegen und unsere atmenden Körper ruhen lassen. Für Yoga-Anfänger kann das Akzeptieren dieser Stille von Körper und Geist eine der herausforderndsten Asanas sein. Wir üben Shavasana zum Teil, um daran zu erinnern, dass wir uns alle dem endgültigen Loslassen nähern. Fortgeschrittene Praktizierende kommen mit Freude und Erleichterung zu Shavasana, um die Früchte einer guten Praxis zu feiern. Yogis können dieselbe Idee in unsere Navigation in der Praxis des Lebens und Alterns einfließen lassen: Jedes Jahr gehen wir dem Ende entgegen und leben das Leben mit Freude und feiern die Güte, die wir durch Lebensfreude erfahren haben. Shavasana kann zur Erinnerung werden, dass das Älterwerden natürlich, unvermeidlich und ein Grund zum Feiern ist.

September 2020

 

Deinem inneren Lehrer vertrau​en

Jeder kennt dieses Empfinden in einer Krise festzustecken, ganz egal ob dies von außen oder innen kommt. Manches entzieht sich unserem Handeln. Das kann belastend sein. Im Yoga gibt es ein schönes Mantra das uns immer wieder darauf hinweist auf unseren inneren Lehrer zu vertrauen. 

 

 

Om Namah Shivaya Gurave
Satchitananda Murtaye
Nishprapanchaya Shantaya
Niralambaya Tejase

 

Ich verneige mich vor dem Göttlichen in mir, das mein wahrer Lehrer ist.
Diese innere Essenz ist Wahrheit, Bewusstsein und Glückseligkeit,
Immer da und erfüllt von Frieden,
vollkommen frei und einem überirdischen Glanz erstrahlend.

Mai 2020

 

Namaste und Anjali Mudra

unterscheiden sich  

 

Namaste

 

bei der Geste Namaste werden die Hände vorm Herzraum zusammengeführt und die Handflächen berühren sich “Nama” bedeutet verbeugen, “as” heißt ich und “te” du, übersetzt bedeutet Namasté also: “Ich verbeuge mich vor dir.”

Namaste ist eine gängige Grußformel in Indien. Eine sehr schöne Interpretation stammt von Mahatma Gandhi

Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum wohnt.

Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir.

Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide eins sind

 

Anjali Mudra

 

bei dem Anjali Mudra werden auch die Hände vorm Herzraum zusammen geführt. Die Handinnenseiten berühren sich nicht. Es entsteht ein kleiner Raum zwischen den Händen nur die Fingerkuppen und die Aussenseiten der Hände berührene sich.

Die Handhaltung erinnert an eine geschlossene Lotusblüte.

 

Anjali Mudra ist das Mudra der Hingabe, es bedeutet auch eine innere Einstellung der Dankbarkeit, Respekt und Achsamkeit. Im Herzraum wo auch unsere Gefühle der Liebe entstehen 

 

Drishti und Dharana

Januar 2020

 

mit Drishti und Dharana gehen wir einen Schritt weiter auf dem Weg des Yogas

 

Drishti - Konzentrationspunkt in der Asana Praxis 

 

Dharana Konzentration in der Meditation Praxis

 

In der Asana Praxis wird Drishti verwendet um sich auf einen Punkt auszurichten. Als Hilfsmittel um bei der Asana zu bleiben sie zu vertiefen. Zum Beispiel im Baum auf die Daumen oder im Fisch auf das dritte Auge. Drishti bedeutet Sehen, Schauen nach innen wie aussen.

 

Dharana - die Fähigkeit dort zu bleiben 

in der Meditations Praxis sich auf den Punkt auf das dritte Auge auszurichten oder den Blick zur Kerzenflamme - Tratak- führt zu Dharana die Konzentration auf einen Punkt - Ekagrata - die Einpünktigkeit. Es gibt viele Möglichkeiten den Geist auszurichten - auf den Atem - auf dein Herz - 

 

in der Asana Praxis eigenen sich sehr gut:

 

Standhaltungen  

der Baum/Vrksasana

der Tänzer /Natarajasana

die Krieger Positionen/ Virabhadrasana

Dreieck/Trikonasana

Dristhi die Hand

 

Umkehrhaltungen

der Hund/Adho Mukha svanasana

Drishti der Bauchnabel 

 

Vorbeuge 

die Zange/Paschimottanasana

Dristhi die Zehen 

 

Drehhaltungen

der Drehsitz/ ardha matsyendrasana

Dristhi das dritte Auge

 

 

Was ist ein Sankalpa

Januar 2020

 

 

Im Yoga kennen wir den Begriff des Sankalpa.

 

Übersetzt bedeutet es so viel wie Wille, Wunsch, Verlangen oder Intention

Der Sankalpa ist eine der wichtigsten Techniken im Yoga.

 

Er sollte jedes Mal, wenn du deine Yoga-Praxis beginnst, angewendet werden und nicht nur während Yoga Nidra.

 

Manchmal wird er mit Herzenswunsch übersetzt aber ein Sankalpa ist viel mehr als das.

Eine tiefe Intention für dein Leben.

Der Sankalpa entsteht wenn du in der Stille darüber nachdenkst was dir wirklich wichtig im Leben ist.

 

san = eine tiefer Wunsch, der sich im Herzen formiert hat

kalpa = ein Versprechen

 

Wenn du deinen inneren Herzenswunsch gefunden hast, formuliere ihn in einem kurzen Satz oder mit 3-5 Schlüsselwörtern.

Achte dabei auf folgende Aspekte:

 

so kurz und klar wie möglich, in der Gegenwartsform, wähle positive Formulierungen

 

zum Beispiel:

  • Sicherheit und Vertrauen in mich
  • Ich lebe ein erfülltes Leben
  • Ich lebe in Frieden
  • Ich bin gesund
  • Entschlossenheit und Vertrauen

Hinterfrage nicht, wie sich dein Wunsch erfüllen wird. Vertraue einfach darauf, dass er es tut. Je mehr du daran glaubst,umso eher wird sich dein Wunsch erfüllen. Du musst natürlich auch bereit sein, das Gewünschte anzunehmen und auch darauf hinzu arbeiten. 

 

Denke daran, du kannst nichts falsch machen, solange du deinem Herzen folgst!

Mantra

Februar 2020

Mantra heißt: das was durch Wiederholung im Geist zur Befreiung führt. ‚Manas‘ hat etwas mit denken, Geist und fühlen zu tun, ‚Tra‘ heißt befreien.

 

Mantra heißt soviel wie, ‚das was dir hilft zur Befreiung zu kommen, wenn du es im Geist wiederholst.

Mantras sind Worte der Kraft, Worte der Energie. Die Mantras sind in Sanskrit, einer uralte Sprache, vermutlich die älteste Sprache der Welt, die heute noch in Gebrauch ist.

Man geht davon aus, dass Sanskrit mindestens 3500 Jahre alt ist, manche sagen es sei noch sehr viel älter, manche sagen auch, dass alle indogermanischen oder indoeuropäischen Sprachen, also auch Deutsch, Latein und Griechisch, sich aus Sanskrit oder Vorformen von Sanskrit entwickelt haben. In jedem Fall ist Sanskrit eine Sprach der Mantras.

 

Um Mantras zu singen oder zu rezitieren musst du kein Sanskrit können. Das Nachdenken über die Bedeutung ist eigentlich nur zweitrangig. Mantras wirken nicht auf der Denk Ebene. Durch die bewusste Wiederholung in einen bestimmten Rythmus entstehen Klangschwingungen die auf die gesamte Atmosphäre wirken, die kraftvollen Energien durchdringen den gesamten Körper bis zu unserer Seele wo wir sie einfach nur erfahren dürfen.

 

Hier die Mantras die  im Unterricht gesungen werden:

 

Lokah Samasta Sukhino Bhavantu

 

Mögen alle Wesen der Welt glücklich sein

Mögen alle Wesen Glück und Harmonie erfahren

 

oṃ asato mā sad gamaya 

tamaso mā jyotir gamaya 

mṛtyor māmṛtaṃ gamaya

 

Führe mich vom Unwirklichen zum Wirklichen,

von der Dunkelheit zum Licht,

von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit.

 

Gayatri Mantra:

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ

tát savitúr váreniyaṃ

bhárgo devásya dhīmahi

dhíyo yó naḥ pracodáyāt

 

Wir verehren das höchste göttliche Licht in den drei Welten. Wir meditieren über

dieses Strahlende, Leuchtende. Möge sie unseren Geist erleuchten und zur Wahrheit führen.

Yoga verändert nicht einfach nur die Art und Weise,

wie wir Dinge sehen – er verändert die Person, die sie sieht.

(B.K.S. Iyengar)

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